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Orange Days: Gewalt?! …kommt nicht in die Tüte!

„Gewalt?!… kommt nicht in die Tüte!“: Mit diesem eindringlichen Aufruf startet das Netzwerk „Häusliche Gewalt“ auch in diesem Jahr zu den Orange Days wieder eine Aktion mit Papiertüten. Rund 130.000 Aktionstüten mit Notrufnummern für Frauen werden im Landkreis Stade verteilt.  Die Akteurinnen und Akteure wollen damit sensibilisieren, aufklären und ermutigen. 

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Wusstest du schon, dass...

…in Kabul Taliban Frauen den Zugang zu Parks, Fitnessstudios und Freizeitparks verbietet?

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…ein Drittel der Studierenden und Beschäftigten an der Uni sexuelle Belästigung erfährt?

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Das Gleichstellungsbüro des Landkreises Stade bekommt Unterstützung: Nina Dede ist nun die Stellvertretung der Gleichstellungsbeauftragten Elena Knoop. Außerdem gehört seit vielen Jahren Silke Stelling zum Team – bereits als das Gleichstellungsbüro 1992 gegründet wurde, war sie dabei.

Die ausgebildete Journalistin und Diplom Politikwissenschaftlerin Nina Dede hat zwar weiterhin ihren Schwerpunkt in der Pressestelle der Kreisverwaltung, vertritt aber künftig Elena Knoop. Insbesondere interne Aufgaben wird sie übernehmen.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun zu dritt im Gleichstellungsbüro sind und gemeinsam das Thema Gleichstellung weiter voranbringen“, so Elena Knoop. Zu tun gibt es noch reichlich.

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Die Kampagne RotlichtAus?! ist zu Ende. Es war ein voller Erfolg. Viele Menschen haben sich zum Thema Prostitution informiert und ausgetauscht, es gab eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen. Unter anderem diese hier:

Plakatwand in Ovelgönne
Zahlreiche Plakatwände sind mit den provokativen Motiven beklebt.

Plakataktion

Sie hingen überall im Landkreis, von Buxtehude bis Nordkehdingen: die RotlichtAus! Plakate. Auf Großflächen und in kleineren Formaten, in drei provokanten Motiven. Einen Aktion der Gleichstellungsbeauftragten für die Kamapgne RotlichtAus?!, die ordentlich für Diskussionsstoff im Landkreis sorgte und für deutschlandweite Berichterstattung.

Übrigens: Hingucker war die Plakatwand in Ovelgönne.

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Mitmachaktion „Zeig Gesicht“

Eine große Collage mit zahlreichen Fotos von Bürgerinnen und Bürgern ist ein nachhaltiges Ergebnis einer großen Mitmachaktion im Rahmen der Kampagne RotlichtAus!?. Mit verschiedenen Statements senden sie alle eine starke Botschaft für RotlichtAus! und gegen den damit oft verbundenen Teufelskreis von Zwangsprostitution, Menschenhandel und Gewalt.

Wer dabei ist?

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Oben ohne für alle - ja oder nein?

Männer dürfen´s, Frauen (meist) nicht. Ob am Lühe Anleger, im Park oder im Freibad - das Tageblatt hat Menschen im Landkreis nach ihrer Meinung gefragt. Ein spannender Artikel.
Jede 3. Ehe wird geschieden.
Die meisten Ehen werden nach 6 Jahren geschieden.
Nach Festtagen, wie Ostern oder Weihnachten, gibt es einen Zuwachs an Scheidungs-verfahren.
14,8 Jahre bis zur Ehescheidung. Durchschnittlich.
Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Ehescheidung: Männer 44,6 Jahre, Frauen 44,4 Jahre.
Die Corona-Pandemie hat für einen zusätzlichen Scheidungs-Boom gesorgt.
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Als Antwort auf eine Häufung von Anfragen durch Bürgerinnen haben einige Gleichstellungsbeauftragte aus dem Landkreis Stade in Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwältin für Familienrecht die Broschüre „Trennung…und dann?“ herausgebracht.

Download hier>>

Neue Broschüre, kostenfrei.

75 % der heute 30 bis 55-jährigen Frauen droht eine Rente unter Hartz IV-Niveau – das sind unter 400 Euro im Monat. Viele Frauen sind finanziell abhängig von einem Partner, insbesondere Mütter. Bei einer Trennung wird das zum Problem, von Altersarmut ganz zu schweigen. Eine Broschüre gibt Tipps.

Holt Euch die Broschüre bei uns, gern schicken wir sie Euch auch zu. 

Ein wichtiger Hinweis:

Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist groß. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe sicherzustellen, dass Schutzsuchende – fast ausschließlich Frauen und Kinder – in Deutschland den bestmöglichen Schutz vor Gewalt, Menschenhandel und Zwangsprostitution erfahren, und dass Betroffenen umfangreiche Unterstützung zukommt.

Wer derzeit aus privater Initiative heraus Menschen aus der Ukraine dabei hilft eine Unterbringung zu finden, wird gebeten, besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen bei der Vermittlung. Es ist sehr wichtig, dass Namen und Adressen dieser Unterkünfte bekannt sind und dokumentiert werden und dass alle Ankommenden zuerst registriert werden. Werden den Frauen „günstige Verdienstmöglichkeiten mit Unterkunft“ angeboten, sollten die Helfenden kritisch nachfragen und den Kontakt mit den vermittelten Frauen und Kindern halten.

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Was hat das mit Gleichstellung zu tun?

das Ticketsystem in Bussen

Busse werden häufiger von Frauen als von Männern genutzt. Während Männer einfache Wegstrecken zurücklegen (zur Arbeit und zurück), haben Frauen kompliziertere Wege: Kinder zur Schule bringen, zur Arbeit, danach mit einem älteren Familienmitglied zur Arztpraxis, Einkäufe erledigen usw. Wer den Bus nutzt, benötigt in der Regel ein Ticket pro Fahrtstrecke, zum Nachteil von Frauen mit den vielen aneinandergereihten Wegstrecken und dem häufigen Umsteigen. Besser: Ein Ticket, mit dem binnen einer Stunde unbegrenzt gefahren werden darf.

Schneeräumpläne in den Städten

Frauen und Männer bewegen sich unterschiedlich fort. Frauen gehen weitaus häufiger zu Fuß und nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Studien zeigen, dass Fußgänger:innen in den Wintermonaten das höchste Verletzungsrisiko haben. Das verursacht Kosten und Krankheitstage. Werden beim Schneeräumen Fußwege und Routen öffentlicher Verkehrsmittel priorisiert, so senkt das die Kosten im Gesundheitssystem und mindert Produktivitätseinbußen.

die Instandhaltung von Gehwegen

Studien zeigen, dass Frauen seltener zufrieden sind mit der letzten zu Fuß zurückgelegten Wegstrecke, als Männer. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Frauen mehr zu Fuß unterwegs sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Kinderwagen schieben und deshalb von ungenügenden Gehwegen stärker betroffen sind.

Öffentliche Toiletten

Warum ist die Schlange vor der Damentoilette meist viel länger als die vor der Herrentoilette? Das Problem liegt in der Planung: Normalerweise haben beide Toilettenräume die gleiche Grundfläche. Da Herrentoiletten aber sowohl Kabinen als auch Urinale haben, können sich dort pro Quadratmeter mehr Personen gleichzeitig erleichtern als in der Damentoilette.

der Bau von Straßen

Mehr als die Hälfte für den Verkehr bereitgestellten Mittel werden für Straßen und Autobahnen ausgegeben, hauptsächlich als Verbindung zu großen Städten oder Straßen im ländlichen Gebiet. Kürzere Wegstrecken gelten als weniger relevant für die Infrastruktur. Zum Nachteil von Frauen, die die kürzeren Wegstrecken häufiger nutzen und mehr zu Fuß gehen, um sich neben ihrem Beruf auch noch um Kinder, Angehörige und Einkäufe zu kümmern.

Öffentliche Verkehrsnetze, wie z.B. das U-Bahn-Netz

Die meisten Netze von U-Bahnen in Städten sind strahlenförmig (ähnlich wie ein Spinnennetz) aufgebaut, alle Wege führen in die Innenstadt, nur im Zentrum gibt es einige Rundstrecken. Das ist hilfreich für Pendler, steht aber dem typischen Fortbewegungsmuster von Frauen entgegen. Lösung: orthogonalverlaufende U-Bahn-Linien, einem Gitter gleichend, die eine Aneinanderreihung von kurzen Wegen erleichtern.

Kurz erklärt...

Sexismus

...bedeutet mehr als sexuelle Belästigung, #MeTOO und Catcalling.

Sexismus ist nicht zu verwechseln mit sexueller Belästigung.

Sexismus ist Diskriminierung auf Grund des Geschlechts. Beispiele: Ein Werbeplakat mit einer kaum bekleideten Frau wirbt für Pizza. T-Shirts für Mädchen mit der Aufschrift "In Mathe bin ich Deko". Ein höheres Gehalt für die gleiche Arbeit für Männer. Begriffe, wie "herrlich" und "dämlich" (Sehr geehrte Damen und Herren...). Erziehung, wenn Jungs nicht weinen und Mädchen nicht wütend sein dürfen... Du kennst bestimmt weitere Beispiele?

Catcalling

Kein Kompliment.

90% der Betroffenen sind Frauen.

Catcalling bedeutet verbale Belästigung, bei der es um anzügliche Äußerungen, Nachrufen oder Hinterherpfeifen geht. Nicht so schlimm? Studien zeigen, dass die Hälfte der Betroffenen ängstlicher wird und sich an bestimmten Orten unsicher fühlt, besonders nachts und alleine. 40% vermeiden deshalb bestimmte Orte und Routen, 8% ändern ihren Kleidungsstil. Was tun? Hilfe holen, Passanten ansprechen, Handy zücken und Fotos und Videos machen. Und Du als Zeug:in? Unterstützung anbieten. Unbedingt.

Ungewollt schwanger?

Du bist nicht allein!

Du hast Fragen zum Ablauf, Kosten, Methode und Unterstützung?

Du suchst eine passende Beratungsstelle vor Ort?

Hier gibt es eine Hilfetelefon und eine anonyme Onlineberatung der BzgA.

Pro Jahr gibt es mehr als 100.000 Schwangerschaftsabbrüche, das sind mehr als 270 pro Tag.